Eigentlich wollten wir die Adria auf der Höhe von Ravenna überqueren. Wegen des gestrigen fürs Segeln verlorenen Tag beschlossen wir aber die wunderschöne Stadt nicht anzufahren sondern direkt von Venedig die Überfahrt zu wagen. Wir starteten kurz nach Sonnenaufgang und die ersten 5 Meilen innerhalb der Lagune waren gemütlich, die Sonne schien und die Stimmung an Bord war hervorragend. Dies änderte sich schlagartig als wir aus der Lagune kurz vor Chioggia westwärts drehten. Es empfing uns eine hohe, sehr störende Welle und Windstärken bis zu 27 Knoten. Trotzdem setzen wir die Segel und begannen den Kampf gegen das Meer. Wir hatten den Wind direkt auf der Nase und konnten somit ohne zu kreuzen den berechneten Kurs nach Pula nicht halten. Nach zwei endlosen Stunden holten wir die Segel ein und starteten den Motor.WhatsApp Image 2018-09-27 at 22.50.59 (1)

Somit konnten wir wenigstens den Kurs halten aber die nächsten 13 Stunden quer über die Adria waren für die gesamte Crew sehr zermürbend. Die Wellen knallten von vorne auf unsere Allegra und sie und wir mühten uns gegen die Bora mit Ächzen zum Ziel.

Mit großer Erleichterung fuhren wir um 21:00 in die langgezogene Einfahrt von Pula ein und waren glücklich nach weiteren 3 Seemeilen dort an der Zollmole längsseits anlegen zu können. Nach dem Einklarieren bei netten kroatischen Beamten versuchten wir noch unsere ausgehungerten Mägen im Zentrum von Pula zu füllen, mustten aber feststellen, dass nach 23:00 alle Restaurants geschlossen hatten. Einzig McDonalds bot uns noch ein Burger-Menu, das wir mit einem Softdrink gerne annahmen. Zurück an Bord gings sofort in die Kojen, keiner von uns hatte noch Lust auf einen Digestiv.WhatsApp Image 2018-09-27 at 22.51.12

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